Beim Aluprof MB-60 merkt man gleich, dass es eine Stufe über dem einfachen, ungedämmten Innenrahmensystem steht. Das Profil ist massiv, aber fein gearbeitet – und es hat, anders als das MB-45, eine thermische Trennung. Damit ist es für den Außenbereich gebaut: mit Wärmedämmung, aber trotzdem schlank, kein dicker Block im Mauerwerk.
Wer mit Aluminium arbeitet, kennt den Unterschied: präzise Gehrungen, fester Lauf, kein Nachfedern. Das MB-60 ist berechenbar – die Maße stimmen, Beschläge laufen sauber, und beim Einhängen der Flügel muss man selten nachdrücken. Ob Neubau oder Sanierung, es funktioniert zuverlässig und bleibt formstabil.
Die 60-mm-Bautiefe reicht für die meisten Anwendungen völlig aus. Das System bleibt schlank, wirkt aber nicht schwach – gerade bei breiten Elementen bleibt alles in Form, nichts hängt durch. Die umlaufende EPDM-Dichtung sitzt genau und verhindert Zugluft; die thermische Trennung aus glasfaserverstärktem Polyamid sorgt dafür, dass die Innenflächen nicht auskühlen und sich kein Schwitzwasser bildet.
Bei der Verglasung ist man flexibel: 2-fach, 3-fach oder Sicherheitsglas bis rund 50 mm. Wer mehr Ruhe will, löst das über Schallschutzglas – bis zu 44 dB sind je nach Aufbau möglich. Für ein gutes Isolierglas mit niedrigem Ug lohnt sich die Kombination mit der HI-Variante.
Ehrlich zu den Werten: Der Rahmen-Uf liegt in der HI-Ausführung bei etwa 1,4 W/m²K, mit Dreifachglas erreicht das ganze Fenster einen Uw um 1,15 W/m²K. Das Standard-MB-60 ohne HI liegt darüber – wer die genannten Bestwerte will, sollte gezielt die HI-Variante wählen. Für Wohnräume und Büros ist beides mehr als ausreichend.
Optisch bleibt das MB-60 schlicht: schmale Linien, klare Form, keine Spielereien. Das passt in moderne Häuser ebenso wie in Altbauten. Farblich lässt sich fast alles machen – pulverbeschichtet oder eloxiert, matt oder glänzend. Pflege braucht das System kaum. Wer es eine Stufe wärmer braucht, findet bei den weiteren Aluminiumfenstern mit dem MB-79N und MB-86N die hochdämmenden Systeme.