Das MB-79N ist eines dieser Systeme, bei denen man merkt, dass die Entwickler verstanden haben, worauf es auf der Baustelle ankommt. Aluminium, klar – aber mit durchdachter thermischer Trennung und stabilen Wandstärken. Es ist der Nachfolger des älteren MB-70: breitere Kammern, bessere Dichtungen, optimierte Isolierzone. Dadurch erreicht man Wärmedämmwerte, die früher bei Aluminium kaum möglich waren.
Die Profile sind dreikammerig und mit einem Isoliersteg aus glasfaserverstärktem Polyamid getrennt. In der Isolierzone liegen zusätzlich Schaumstreifen, die den Wärmeverlust weiter senken. So entstehen in der SI-Ausführung Uf-Werte ab rund 0,83 W/m²K – für ein Aluminiumfenster ist das ausgezeichnet. Mit gutem Dreifachglas erreicht das komplette Fenster einen Uw bis 0,79 W/m²K.
Mit 79 mm Bautiefe im Rahmen und 88 mm im Flügel lässt sich das System auch bei großen Elementen sicher einsetzen. Die drei Dichtungsebenen – außen, mittig und innen – halten Zugluft und Feuchtigkeit zuverlässig draußen. In der Praxis merkt man, dass das MB-79N gut abgestimmt ist: Die Flügel laufen ruhig, schließen satt und das System bleibt stabil, selbst bei häufigem Öffnen.
Bei der Verglasung ist man flexibel – von Isolierglas über 3-fach- bis Schallschutzglas mit bis zu 63 mm Stärke; bis zu 48 dB sind je nach Aufbau möglich. Für mehr Einbruchschutz lässt sich das System mit passenden Sicherheitsbeschlägen bis RC2 (herstellerseitig sogar bis RC3) ausrüsten.
Optisch ist das MB-79N klar und modern: schmale Ansichtsbreiten, saubere Kanten, viele Farben – matt, glänzend oder strukturiert. Pflege braucht das System kaum; einmal im Jahr reinigen und die Dichtungen pflegen reicht. Das Aluminium behält seine Form, auch nach vielen Jahren Sonne, Frost und Regen.
Unterm Strich ein solides, hochdämmendes Fenstersystem, das ohne viel Technik-Drumherum funktioniert. Wer noch mehr Bautiefe und Passivhausniveau sucht, findet bei den weiteren Aluminiumfenstern mit dem MB-86N und dem MB-104 Passive die nächsten Stufen.