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Fenster-Lexikon: Fachbegriffe einfach erklärt

Sie stoßen bei der Fensterplanung auf Fachbegriffe, die Ihnen nichts sagen? Unser Fenster-Lexikon erklärt die wichtigsten Begriffe rund um Fenster, Türen, Verglasung und Zubehör – verständlich und auf den Punkt.

A

Absturzsicherung bezeichnet bauliche Maßnahmen, die ein Herausstürzen aus Fenstern oder Balkontüren ab einer bestimmten Brüstungshöhe verhindern. Bei bodentiefen Fenstern kommen dafür meist Verbundsicherheitsglas (VSG), ein Geländer oder ein feststehender Riegel zum Einsatz. Ab welcher Fensterhöhe eine Absturzsicherung vorgeschrieben ist, regeln die Landesbauordnungen unterschiedlich.

Alu-Kunststoff-Fenster kombinieren einen Kunststoffrahmen im Inneren mit einer Aluminium-Deckschale auf der Außenseite. Dadurch vereinen sie gute Wärmedämmung und Pflegeleichtigkeit mit hoher Witterungsbeständigkeit und einer modernen Optik. Besonders beliebt sind sie bei Neubauten und anspruchsvoller Fassadengestaltung.

Aluminiumfenster bestehen vollständig aus Aluminium und zeichnen sich durch hohe Stabilität, Langlebigkeit und schlanke Rahmenprofile aus. Sie eignen sich besonders für große Fensterflächen, moderne Architektur und gewerbliche Gebäude. Durch thermisch getrennte Profile erreichen sie heute ebenfalls gute Wärmedämmwerte. Entdecken Sie unser Sortiment an Aluminiumfenstern.

Die Anschlagdichtung ist eine umlaufende Dichtung im Fensterrahmen, die beim Schließen des Fensters gegen den Flügel anliegt. Sie sorgt für Schutz vor Zugluft, Schlagregen und Lärm. Moderne Fenster verfügen häufig über zwei oder drei Dichtungsebenen für verbesserte Dichtheit und Energieeffizienz.

Ein Aufsatzrollladen wird direkt auf das Fenster montiert und bildet mit diesem eine Einheit. Er eignet sich besonders für Neubauten oder Fenstertausch und wird später meist überputzt oder verkleidet. Aufsatzrollläden verbessern den Wärme- und Schallschutz und bieten zusätzlichen Einbruchschutz.
Mehr dazu in unserem Blogartikel: Aufsatzrollladen oder Vorbaurollladen – Vergleich

B

Eine Balkontür verbindet einen Wohnraum mit dem Balkon und wird meist als Dreh-Kipp-Tür ausgeführt, da hier in der Regel weniger Platz für große Durchgänge zur Verfügung steht als auf der Terrasse. Wichtige Kriterien sind eine dichte Schwelle, guter Einbruchschutz und – bei höher gelegenen Balkonen – eine kindersichere Verriegelung.

Bautiefe beschreibt die Tiefe des Fensterrahmens, gemessen von der Innen- zur Außenkante. Sie beeinflusst maßgeblich Wärmedämmung, Stabilität und die Anzahl möglicher Dichtungsebenen eines Fensters. Gängige Bautiefen bei Kunststofffenstern liegen zwischen 70 und 95 mm – je größer die Bautiefe, desto besser in der Regel der Uw-Wert. Einen Überblick über unsere Profile finden Sie bei den Fenstern.

Der Blendrahmen ist der feste, äußere Teil eines Fensters, der mit Rahmendübeln, Mauerschrauben oder Montagewinkeln fest im Mauerwerk verankert wird. Er trägt die gesamte Last des Fensters (Eigengewicht, Wind, Nutzung) und muss beim Einbau exakt im Lot ausgerichtet werden, sonst klemmt später der Flügel oder das Fenster schließt nicht mehr sauber.

Bodentiefe Fenster reichen nahezu bis zum Fußboden und sorgen für besonders viel Tageslicht und eine offene Raumwirkung. Sie werden häufig in Wohnräumen, bei modernen Neubauten oder als Alternative zu Balkontüren eingesetzt. Je nach Nutzung können sie mit absturzsichernder Verglasung oder zusätzlichem Geländer ausgestattet sein.

Fensterbeschläge sind alle mechanischen Bauteile, die das Öffnen, Kippen, Schließen und Verriegeln eines Fensters ermöglichen. Sie beeinflussen Bedienkomfort, Sicherheit und Langlebigkeit eines Fensters maßgeblich. Hochwertige Beschläge tragen außerdem zum Einbruchschutz und zur dauerhaft zuverlässigen Funktion bei – besonders in Kombination mit Sicherheitsbeschlägen.

C

Die CE-Kennzeichnung bestätigt, dass ein Fenster den geltenden europäischen Normen und Sicherheitsanforderungen entspricht. Sie ist für Fenster und Außentüren gesetzlich vorgeschrieben und bezieht sich unter anderem auf Eigenschaften wie Tragfähigkeit, Wärmedämmung und Widerstand gegen Windlast. Die CE-Kennzeichnung ist kein Qualitätsurteil, sondern ein Nachweis der Konformität mit EU-Vorgaben.

D

Dekorfolien sind spezielle Oberflächenfolien, die auf Fensterprofile aufgebracht werden und unterschiedliche Farben, Strukturen oder Holzoptiken ermöglichen. Sie bieten gestalterische Vielfalt, ohne die Vorteile moderner Fensterprofile zu beeinträchtigen. Hochwertige Dekorfolien sind witterungsbeständig, farbstabil und pflegeleicht.

Ein Dreh-Kipp-Fenster lässt sich über den sogenannten Dreh-Kipp-Beschlag wahlweise komplett aufdrehen oder zum Lüften ankippen – je nach Stellung des Fenstergriffs. Diese Öffnungsart ist die in Deutschland mit Abstand am häufigsten verbaute, da sie Lüftungskomfort mit platzsparendem Öffnen verbindet. Der Beschlag steuert dabei über mehrere Verriegelungspunkte gleichzeitig Dreh- und Kippfunktion.

Bei der bestehen Fenster aus drei Glasscheiben mit dazwischenliegenden, gasgefüllten Zwischenräumen. Dadurch wird die Wärmedämmung im Vergleich zur Zweifachverglasung deutlich verbessert. Dreifachverglasung wird häufig bei Neubauten und energetischen Sanierungen eingesetzt – der Aufbau basiert auf modernem Isolierglas.
Mehr dazu in unserem Blogartikel: Zweifach oder dreifach verglast – wann lohnt sich der Unterschied?

Durchwurfhemmende Verglasung ist eine spezielle Sicherheitsverglasung, die das Durchschlagen oder Durchwerfen von Glas erschwert. Sie erhöht den Schutz vor Einbruch, Vandalismus und ungewolltem Glasdurchbruch. Diese Verglasung kommt vor allem in sicherheitsrelevanten Bereichen oder bei bodentiefen Fenstern zum Einsatz.

E

Eingangstüren bilden den zentralen Zugang zu einem Gebäude und erfüllen sowohl funktionale als auch gestalterische Aufgaben. Neben Wärmedämmung und Witterungsschutz spielen Sicherheitsaspekte wie stabile Konstruktion und hochwertige Verriegelungssysteme eine wichtige Rolle. Eingangstüren sind in verschiedenen Materialien, Designs und Sicherheitsklassen erhältlich – einen Überblick finden Sie bei unseren Haustüren.

Einbruchschutz bei Fenstern umfasst konstruktive Maßnahmen, die das gewaltsame Öffnen erschweren. Dazu zählen unter anderem Sicherheitsbeschläge, Pilzkopfverriegelungen, abschließbare Griffe und Sicherheitsverglasung. Je nach Ausführung können Fenster unterschiedlichen Widerstandsklassen zugeordnet werden, die das Einbruchhemmungsniveau beschreiben.

Einscheibensicherheitsglas, kurz ESG, ist ein thermisch vorgespanntes Glas mit erhöhter Stoß- und Biegefestigkeit. Im Bruchfall zerfällt es in kleine, stumpfkantige Krümel, wodurch das Verletzungsrisiko deutlich reduziert wird. ESG wird häufig dort eingesetzt, wo erhöhte Sicherheitsanforderungen bestehen, etwa bei bodentiefen Fenstern oder Türen.

Elektrische Rollläden werden per Schalter, Fernbedienung oder App bedient – ohne manuelles Aufziehen. Sie lassen sich mit Zeitschaltuhren oder Sonnensensoren automatisieren und erhöhen so Komfort und Einbruchschutz gleichzeitig. Besonders sinnvoll sind sie bei schwer erreichbaren Fenstern oder wenn mehrere Rollläden gleichzeitig gesteuert werden sollen.

Die Energieeffizienz von Fenstern beschreibt, wie gut sie Wärmeverluste reduzieren und zur Senkung des Energieverbrauchs beitragen. Entscheidende Faktoren sind unter anderem Verglasung, Rahmenmaterial, Dichtungssysteme und der Wärmedurchgangskoeffizient. Energieeffiziente Fenster verbessern das Raumklima, senken Heizkosten langfristig und wirken sich auch auf den Energieausweis aus.

F

Bei der Falzlüftung sorgt eine kleine, kontrollierte Undichtigkeit im Beschlag dafür, dass auch bei geschlossenem Fenster ein minimaler Luftaustausch stattfindet. Das war früher Standard, wird bei modernen, sehr dicht schließenden Fenstern aber zunehmend durch separate Lüftungssysteme ersetzt, weil sonst die Luftfeuchtigkeit im Raum zu stark ansteigt.

Fenster sind in einer Vielzahl von Farben und Oberflächen erhältlich, um sich harmonisch in die Architektur eines Gebäudes einzufügen. Neben klassischen Weißtönen stehen zahlreiche Farbtöne, Dekorfolien und Aluminium-Deckschalen zur Auswahl. Die Farbgestaltung beeinflusst sowohl die Optik als auch den Charakter der Fassade.

Die Federkopplung ist ein Kunststoffstreifen, der zwei kleinere Fenster- oder Fenster-und-Balkontür-Elemente nach dem Steckprinzip verbindet. Nach dem Einbau ist sie nicht mehr sichtbar, bietet aber wenig Tragfähigkeit für große Lasten.

Fenster sind in verschiedenen Bauarten erhältlich, die sich in Öffnungsweise, Konstruktion und Einsatzbereich unterscheiden. Zu den gängigen Varianten zählen Dreh-, Dreh-Kipp-, Schiebe- und Festverglasungen. Die Wahl der passenden Fensterart beeinflusst Komfort, Lichtdurchlass und Raumnutzung.

Das Einstellen von Fenstern dient dazu, die Funktion und Dichtheit dauerhaft zu gewährleisten. Durch Justieren der Beschläge können Schließdruck, Flügelposition und Laufverhalten angepasst werden. Regelmäßiges Nachstellen trägt dazu bei, Verschleiß zu reduzieren und Zugluft zu vermeiden.

Beim Ausmessen von Fenstern werden Breite, Höhe und Einbausituation exakt ermittelt. Präzise Maße sind entscheidend, um Passgenauigkeit und problemlose Montage sicherzustellen. Fehler beim Ausmessen können zu Funktionsproblemen oder erhöhtem Montageaufwand führen.

Die äußere Fensterbank deckt die Sohlbank ab und leitet Regenwasser kontrolliert von der Fassade weg. Ohne ausreichendes Gefälle läuft das Wasser hinter die Bank und verursacht mit der Zeit Schimmel oder Risse im Putz.

Die innere Fensterbank dient als Ablage- und Gestaltungsfläche im Raum und hat keine Entwässerungsfunktion. Sie wird nach Material, Breite und Optik gewählt, nicht nach Gefälle.

Der Fensterflügel ist der bewegliche Teil eines Fensters, der sich öffnen oder kippen lässt. Er trägt die Verglasung und ist über Beschläge mit dem Rahmen verbunden. Die Qualität des Flügels beeinflusst Stabilität, Bedienkomfort und Dichtheit des Fensters.

Fensterfolien werden auf die Glasfläche aufgebracht und erfüllen unterschiedliche Funktionen, etwa Sichtschutz, Sonnenschutz oder Designzwecke. Je nach Ausführung können sie Blendung reduzieren oder die Privatsphäre erhöhen. Fensterfolien lassen sich in vielen Fällen nachträglich anbringen.

Unser Fensterkonfigurator ermöglicht die individuelle Zusammenstellung von Fenstern nach persönlichen Anforderungen. Dabei können Maße, Materialien, Farben, Verglasung und Ausstattungsoptionen ausgewählt werden. So erhält man eine passgenaue Lösung und einen transparenten Überblick über die verfügbaren Optionen.

Als Laibung bezeichnet man die seitlichen, oberen und unteren Wandflächen einer Fensteröffnung, also den Übergang zwischen Rahmen und Mauerwerk. Wird die Laibung beim nachträglichen Dämmen der Fassade nicht mitgedämmt, entsteht dort häufig eine Wärmebrücke, an der sich im Winter Feuchtigkeit niederschlägt.

Die Fenstermontage umfasst den fachgerechten Einbau des Fensters in die Gebäudewand. Sie ist entscheidend für Dichtheit, Wärmedämmung und Langlebigkeit des Fensters. Eine sachgerechte Montage verhindert Wärmeverluste und Feuchteschäden.

Fenstertypen beschreiben unterschiedliche konstruktive Ausführungen von Fenstern, etwa nach Öffnungsart oder Einbausituation. Dazu zählen unter anderem Drehfenster, Kippfenster, Schiebefenster und Festverglasungen. Die Wahl des Fenstertyps richtet sich nach Nutzung und baulichen Gegebenheiten.

Fensterwartung umfasst regelmäßige Maßnahmen zur Erhaltung der Funktion und Lebensdauer von Fenstern. Dazu gehören das Reinigen der Profile, das Schmieren der Beschläge und die Kontrolle der Dichtungen. Eine regelmäßige Wartung beugt Funktionsstörungen vor.

Fixfenster, auch Festverglasung genannt, sind Fenster ohne Öffnungsfunktion – sie lassen sich weder drehen noch kippen, weshalb in beiden Fällen keine Beschläge nötig sind. Die Verglasung kann dabei entweder direkt im Blendrahmen sitzen, ganz ohne Flügel, oder in einem normalen, aber fest verschlossenen Flügel eingebaut sein – etwa wenn ein Fixfenster optisch zu einem benachbarten Dreh-Kipp-Fenster passen soll.

G

Der G-Wert beschreibt, wie viel Sonnenenergie durch eine Verglasung in den Innenraum gelangt. Ein hoher G-Wert lässt mehr solare Wärme hinein, was im Winter vorteilhaft sein kann, im Sommer jedoch zu stärkerer Aufheizung führt. Der passende G-Wert hängt von Ausrichtung, Nutzung und Sonnenschutz des Gebäudes ab.

Bei Fenstern kommen unterschiedliche Glasarten zum Einsatz, die jeweils spezielle Eigenschaften erfüllen. Dazu zählen unter anderem Wärmeschutzglas, Sicherheitsglas und Sonnenschutzglas. Die Wahl der Glasart beeinflusst Energieeffizienz, Sicherheit, Schallschutz und Wohnkomfort.

Die Glasstärke gibt an, wie dick eine einzelne Glasscheibe oder ein gesamter Glasaufbau ist. Sie wirkt sich auf Stabilität, Schallschutz und Sicherheit aus. Abhängig von Fenstergröße, Einbausituation und Anforderungen wird eine passende Glasstärke gewählt.

Glasteilende Sprossen teilen die Fensterfläche optisch in mehrere Felder, ohne die Verglasung tatsächlich zu unterbrechen. Sie werden innerhalb des Scheibenzwischenraums eingesetzt und sind pflegeleicht. Diese Sprossen verbinden klassische Optik mit moderner Wärmedämmung.

Die Glasleiste ist eine schmale Profilleiste, die die Scheibe von außen oder innen im Flügelrahmen fixiert und gegen Wind und Regen abdichtet. Sie lässt sich bei Bedarf – etwa nach einem Glasbruch – demontieren, ohne dass der gesamte Fensterflügel ausgetauscht werden muss.

Der Gurtwickler ist die Aufrollmechanik an der Wand, über die der Rollladengurt bei einem manuell bedienten Rollladen geführt wird. Er hält den Gurt bei Nichtgebrauch aufgewickelt und fixiert den Rollladenpanzer in der gewünschten Position. Ist der Gurtwickler beschädigt oder ausgeleiert, lässt er sich meist unkompliziert austauschen, auch ohne den kompletten Rollladen zu erneuern.

H

Haustürfüllungen sind die zentralen Paneele einer Haustür und prägen sowohl deren Optik als auch technische Eigenschaften. Sie können aus unterschiedlichen Materialien bestehen und Einfluss auf Wärmedämmung, Schallschutz und Sicherheit haben. Je nach Anforderung stehen Füllungen für Kunststoff-Haustüren, Aluminium-Haustüren und Glas-Haustüren zur Verfügung.

Eine Hebeschiebetür ist eine großformatige Schiebetür, bei der der Türflügel zum Öffnen leicht angehoben und anschließend seitlich verschoben wird. Sie ermöglicht breite Durchgänge und große Glasflächen mit hoher Stabilität. Hebeschiebetüren werden häufig für Terrassen- oder Gartenbereiche eingesetzt.
Mehr dazu in unserem Blogartikel: Welche Schiebetür passt zu mir?

Die H-Kopplung funktioniert wie die Federkopplung nach dem Steckprinzip, bleibt nach dem Einbau aber sichtbar und kann farblich per Dekorfolie an das Fensterdesign angepasst werden. Sie eignet sich ebenfalls eher für kleinere, weniger belastete Elemente.

Holz-Alu-Fenster kombinieren einen Holzrahmen auf der Innenseite mit einer schützenden Aluminiumschale außen. Dadurch verbinden sie die natürliche Optik von Holz mit hoher Witterungsbeständigkeit und geringem Pflegeaufwand. Diese Fensterart wird oft bei hochwertigen Wohn- und Architekturobjekten verwendet.

I

Insektenschutzsysteme verhindern das Eindringen von Insekten und Pollen bei geöffneten Fenstern oder Türen. Sie sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, etwa als Spannrahmen, Rollo oder Schiebeanlage. Insektenschutz erhöht den Wohnkomfort, ohne die Lüftung einzuschränken.

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein staatlich gefördertes Beratungsdokument, das die sinnvolle Reihenfolge energetischer Sanierungsmaßnahmen für ein Gebäude festlegt. Er wird von einem zertifizierten Energieberater erstellt und berücksichtigt den aktuellen Zustand des Hauses sowie das Budget des Eigentümers. Wer Maßnahmen gemäß iSFP umsetzt, erhält bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) einen zusätzlichen Förderbonus von 5 Prozent.

Isolierglas besteht aus mindestens zwei Glasscheiben, die durch einen gasgefüllten Zwischenraum getrennt sind. Dieser Aufbau reduziert Wärmeverluste und verbessert die Energieeffizienz von Fenstern. Moderne Isoliergläser können zusätzlich mit Schall- oder Sonnenschutzfunktionen ausgestattet sein.

J

Jalousien bestehen aus schwenkbaren Lamellen, deren Neigungswinkel sich verstellen lässt, ohne den Behang vollständig zu schließen. Dadurch lässt sich die Lichtmenge im Raum fein dosieren – ein Unterschied zum klassischen Rollladen, der nur auf- oder zugefahren wird. Innenliegende Jalousien dienen vor allem dem Sichtschutz, außenliegende Ausführungen (siehe Raffstore) zusätzlich dem Hitzeschutz. Eine Übersicht unserer Behang-Lösungen finden Sie bei den Rollläden.

K

Ein Kämpferfenster ist ein Fenster, das durch einen horizontalen Querbalken – den sogenannten Kämpfer – in zwei Bereiche unterteilt wird. Häufig lassen sich oberer und unterer Fensterteil getrennt ausführen oder bedienen, etwa als festverglastes Oberlicht kombiniert mit einem Dreh-Kipp-Element darunter.

Kellerfenster dienen der Belichtung und Belüftung von Kellerräumen. Sie sind in der Regel kleiner ausgeführt und müssen besonderen Anforderungen an Feuchteschutz und Sicherheit gerecht werden. Je nach Nutzung des Kellers kommen einfache Verglasungen oder auch wärmegedämmte Ausführungen zum Einsatz.

Die KfW fördert den Austausch alter Fenster im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Voraussetzung ist ein bestimmter Mindest-Uw-Wert sowie die Beauftragung eines Energieeffizienz-Experten. Die Förderung erfolgt als Zuschuss oder zinsgünstiges Darlehen – die genauen Konditionen ändern sich regelmäßig, weshalb eine aktuelle Prüfung vor der Beauftragung empfehlenswert ist.

Kindersicherungen für Fenster begrenzen den Öffnungswinkel oder verhindern ein unbeabsichtigtes Öffnen durch Kinder. Sie erhöhen die Sicherheit in Wohnräumen, insbesondere in oberen Geschossen. Mögliche Maßnahmen sind Sicherheitsglas, abschließbare Fenstergriffe oder spezielle Fensterschlösser.

Ein Kippfenster lässt sich ausschließlich über die obere Kante nach innen kippen, ein vollständiges Öffnen ist nicht möglich. Diese Bauart wird häufig bei Kellerfenstern, Oberlichtern oder in Kombination mit einem festen Flügel eingesetzt. Der Vorteil liegt in der einfachen, robusten Konstruktion und der Möglichkeit, auch schwer zugängliche Fenster zum Lüften zu öffnen.

Kunststofffenster bestehen aus Mehrkammerprofilen aus PVC und zeichnen sich durch gute Wärmedämmung und Pflegeleichtigkeit aus. Sie sind kosteneffizient, langlebig und in vielen Ausführungen erhältlich. Aufgrund ihrer Eigenschaften gehören Kunststofffenster zu den am häufigsten eingesetzten Fenstern im Wohnbau.

Kondensat entsteht, wenn warme, feuchte Raumluft auf eine kältere Glasfläche trifft und die Feuchtigkeit dort als Wassertropfen ausfällt. Viele Hausbesitzer halten das für einen Fensterfehler, tatsächlich liegt es aber meist an zu geringer Luftzirkulation im Raum, etwa nach dem Einbau neuer, dichter Fenster ohne angepasstes Lüftungsverhalten.

L

Die Lebensdauer von Fenstern hängt von Material, Qualität, Montage und Wartung ab. Hochwertige Fenster können mehrere Jahrzehnte funktionsfähig bleiben. Regelmäßige Pflege und Wartung tragen wesentlich dazu bei, die Nutzungsdauer zu verlängern – wann sich trotzdem ein Austausch lohnt, hängt vom Einzelfall ab.

Der Lichttransmissionsgrad, auch LT-Wert genannt, gibt an, wie viel sichtbares Tageslicht durch eine Verglasung in den Raum gelangt. Ein hoher LT-Wert sorgt für helle Innenräume, während niedrigere Werte den Lichteinfall reduzieren können. Der LT-Wert steht oft in Zusammenhang mit Sonnen- und Wärmeschutzanforderungen.

M

Mehrfachverglasung bezeichnet Fensterverglasungen mit zwei oder mehr Glasscheiben, die durch gasgefüllte Zwischenräume getrennt sind. Sie verbessern die Wärmedämmung und können zusätzlich Schall- oder Sonnenschutz bieten. Einen Überblick über die verschiedenen Optionen finden Sie bei unseren Glasarten.

Die Montageart beschreibt, wie ein Fenster in die Wand eingebaut wird. Gängige Varianten sind die klassische Montage im Mauerwerk oder die Montage in der Dämmebene. Die richtige Montageart ist entscheidend für Dichtheit, Wärmedämmung und die langfristige Funktion des Fensters.

N

Nebeneingangstüren werden als zusätzliche Zugänge zu Gebäuden genutzt, etwa für Keller, Garagen oder Hauswirtschaftsräume. Sie müssen funktional, sicher und witterungsbeständig sein, stehen optisch jedoch meist weniger im Fokus als die Haupteingangstür. Passende Modelle finden Sie in unserem Haustüren-Sortiment.

Die Nachrüstung von Fenstern umfasst Maßnahmen zur Verbesserung bestehender Fenster, ohne diese vollständig auszutauschen. Dazu zählen beispielsweise der Einbau von Sicherheitsbeschlägen, zusätzlicher Verglasung oder Insektenschutz. Nachrüstungen können Komfort, Energieeffizienz und Sicherheit erhöhen.

Eine niedrige Schwelle mit bis zu 2 cm Höhe ist nur dann als Ausnahme zulässig, wenn eine Nullschwelle technisch nicht umsetzbar ist. Sie gilt als Kompromisslösung, nicht als vollwertiger Ersatz für eine echte Nullschwelle.

Eine Nullschwelle ist eine Türschwelle mit exakt 0 cm Höhenunterschied zwischen innen und außen. Nach DIN 18040 gilt nur sie als wirklich barrierefrei; sie erfordert spezielle Dichtsysteme wie Magnet- oder Absenkdichtungen, um trotzdem dicht gegen Wasser und Zugluft zu sein.

O

Ein Oberlicht ist ein zusätzliches Fensterelement oberhalb einer Tür oder eines Hauptfensters, das für mehr Lichteinfall sorgt. Bei Haustüren wird es meist fest verglast eingebaut, kann aber auch als Kippfenster ausgeführt sein. Besonders bei Eingangsbereichen mit wenig Tageslicht ist es eine einfache Möglichkeit, den Flur heller zu gestalten.

Ornamentglas ist ein strukturiertes Glas, das Licht durchlässt, aber die Durchsicht einschränkt. Es wird häufig dort eingesetzt, wo Tageslicht erwünscht ist, gleichzeitig jedoch Sichtschutz benötigt wird, etwa in Bädern oder Treppenhäusern. Ornamentglas ist in verschiedenen Mustern und Strukturen erhältlich.

P

Ein Passivhaus ist ein Gebäude mit besonders hoher Energieeffizienz, das nur sehr wenig Heizenergie benötigt. Möglich wird dies durch eine sehr gute Wärmedämmung, luftdichte Bauweise und hochwertige Fenster mit niedrigen Wärmedurchgangswerten. Fenster spielen im Passivhaus eine zentrale Rolle für Energiegewinn und Wohnkomfort.

Ein Pfostenfenster ist ein zweiflügeliges Fenster mit einem festen Mittelpfosten (auch Setzholz genannt) zwischen den beiden Flügeln. Jeder Flügel lässt sich unabhängig öffnen und schließen. Pfostenfenster sind konstruktiv einfacher, stabiler und günstiger als Stulpfenster. Der Nachteil: Der Mittelpfosten bleibt beim Öffnen stehen und teilt die Öffnung in zwei Hälften. Welches System besser zu Ihrem Projekt passt, erklären wir im direkten Vergleich.

Die Pilzkopfverriegelung ist ein spezielles Verriegelungssystem im Fensterbeschlag, das den Fensterflügel beim Schließen fest im Rahmen verankert. Dadurch wird das Aufhebeln des Fensters deutlich erschwert. Pilzkopfverriegelungen sind ein wichtiger Bestandteil des Einbruchschutzes bei Fenstern.

Eine Parallel-Schiebe-Kipp-Tür kombiniert Schiebe- und Kippfunktion in einem System. Der Türflügel kann zum Lüften gekippt oder parallel zur Wand geschoben werden. PSK-Türen eignen sich für Balkone und Terrassen, wenn platzsparende Lösungen mit Lüftungsmöglichkeit gewünscht sind.
Mehr dazu in unserem Blogartikel: Welche Schiebetür passt zu mir?

Putzanschlussprofil bildet den sauberen Übergang zwischen Fensterrahmen und dem Außenputz der Fassade und nimmt dabei die unvermeidlichen Bewegungen zwischen beiden Materialien auf. Ohne dieses Profil reißt der Putz am Rahmen häufig nach ein bis zwei Jahren auf, weil Fenster und Mauerwerk unterschiedlich stark auf Temperaturschwankungen reagieren.

Q

Der Kämpfer, auch Querbalken genannt, ist das horizontale Profil, das ein Fenster in zwei Bereiche teilt. Er dient der statischen Stabilität bei größeren Fensterflächen und ermöglicht gleichzeitig eine optische Gliederung. Ein Fenster mit Kämpfer wird als Kämpferfenster bezeichnet.

R

Ein Raffstore ist eine außenliegende Jalousie mit verstellbaren Aluminiumlamellen, die vor der Fassade montiert wird. Im Gegensatz zum Rollladen lässt sich beim Raffstore der Lichteinfall über die Lamellenneigung stufenlos regulieren, auch bei geschlossenem Behang. Das macht Raffstores flexibler als klassische Rollläden – dafür sind sie in der Anschaffung meist teurer und werden häufig elektrisch betrieben.

Eine Rahmenverbreiterung ist ein zusätzliches Profilelement, das am Fensterrahmen angebracht wird. Sie dient dazu, bauliche Gegebenheiten auszugleichen, etwa bei Rollladenkästen, Dämmebenen oder besonderen Anschlussdetails. Rahmenverbreiterungen ermöglichen eine saubere Montage und korrekte Einbausituation.

RAL DB Farben sind spezielle Farbtöne, die vor allem im Metall- und Fassadenbereich eingesetzt werden. Sie zeichnen sich durch eine matte, leicht strukturierte Oberfläche aus und gelten als besonders robust und witterungsbeständig. Im Fensterbau werden sie häufig bei Aluminiumoberflächen verwendet.

Das RAL-Gütezeichen wird von unabhängigen Instituten vergeben und bestätigt, dass ein Fensterhersteller festgelegte Qualitätsstandards bei Material, Verarbeitung und Prüfung einhält. Anders als die CE-Kennzeichnung ist es freiwillig, gilt in der Branche aber als deutlich aussagekräftigeres Qualitätsmerkmal.

RC-Klassen (Resistance Class) sind die seit 2011 europaweit geltenden sieben Widerstandsklassen nach DIN EN 1627 zur Einstufung der Einbruchhemmung von Fenstern und Türen: RC1N, RC2N, RC2, RC3, RC4, RC5 und RC6. Je höher die Klasse, desto länger und mit desto schwererem Werkzeug muss ein Element einem Einbruchsversuch standhalten – von 3 Minuten bei RC2 bis zu 20 Minuten bei RC6. Für Wohngebäude gelten meist RC1N bis RC3 als ausreichend, RC4 bis RC6 sind eher für Gewerbeobjekte gedacht.

RC1N ist die unterste der sieben RC-Klassen nach DIN EN 1627 und bietet nur geringen Schutz gegen Aufbruchversuche mit reiner Körperkraft, ohne dass ein Werkzeugtest erfolgt. Das "N" steht für eine nationale Sonderregelung: Geprüft werden nur die Beschläge, die Verglasung ist frei wählbar. RC1N reicht meist für schwer erreichbare Fenster ab dem zweiten Obergeschoss.

RC2N ist die Einstiegsklasse mit Werkzeugprüfung und muss einem Angriff mit einfachem Hebelwerkzeug wie Schraubendreher oder Keilen mindestens 3 Minuten standhalten. Wie bei RC1N gilt auch hier das "N" als nationaler Kompromiss: Nur die Beschläge werden geprüft, die Verglasung bleibt frei wählbar. Erst RC2 verlangt zusätzlich eine geprüfte Sicherheitsverglasung.

RC2 (Resistance Class 2) ist eine europäische Widerstandsklasse für einbruchhemmende Fenster und Türen. Ein RC2-geprüftes Element hält einem gewaltsamen Aufhebelversuch mit einfachem Werkzeug mindestens 3 Minuten stand. RC2 gilt heute als empfohlener Mindeststandard für Erdgeschoss-Fenster und Haustüren und wird von vielen Gebäudeversicherungen vorausgesetzt.

Der Rollladenkasten nimmt die aufgerollte Lamellenbahn des Rollladens auf und ist entweder in die Wand integriert oder außen aufgesetzt. Ein schlecht gedämmter Kasten ist eine häufige Schwachstelle in der Gebäudehülle und kann zu spürbaren Wärmeverlusten und Schimmelbildung führen. Die nachträgliche Dämmung des Rollladenkastens ist eine einfache und verhältnismäßig günstige Maßnahme zur Verbesserung der Energieeffizienz.

Der Rollladengurt ist das Zugband, mit dem ein manuell bedienter Rollladen über den Gurtwickler hoch- und heruntergefahren wird. Ausgefranste oder gerissene Gurte gehören zu den häufigsten Defekten an älteren Rollläden und lassen sich in der Regel unkompliziert austauschen.

Rollläden dienen dem Sicht-, Sonnen- und Wärmeschutz und können zusätzlich den Einbruchschutz erhöhen. Sie sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, etwa als Vorbau-, Aufsatz- oder integrierte Rollläden. Je nach System lassen sie sich manuell oder elektrisch bedienen.

S

Schallschutzfenster sind speziell darauf ausgelegt, Außenlärm deutlich zu reduzieren. Dies wird durch spezielle Schallschutzverglasungen, dichte Rahmenkonstruktionen und hochwertige Dichtungssysteme erreicht. Schallschutzfenster kommen häufig in lärmbelasteten Wohnlagen zum Einsatz - ab wann sich der Aufwand lohnt und welche Klasse passt, hängt vom tatsächlichen Außenlärmpegel ab.

Der Scheibenzwischenraum ist der Hohlraum zwischen zwei Glasscheiben einer Isolierverglasung, der meist mit Argon oder Krypton gefüllt ist statt mit normaler Luft. Diese Gasfüllung leitet Wärme schlechter als Luft und verbessert dadurch den Dämmwert der gesamten Verglasung spürbar.

Schiebetüren ermöglichen große Glasflächen und breite Durchgänge bei geringem Platzbedarf. Der Türflügel wird seitlich verschoben und benötigt keinen Schwenkbereich. Schiebetüren werden häufig als Balkon- oder Terrassenzugang eingesetzt.

Ein Sicherheitsbeschlag besteht aus verstärkten Bauteilen, die das Aufhebeln von Fenstern erschweren. Dazu gehören unter anderem spezielle Verriegelungspunkte und stabile Schließmechanismen. Sicherheitsbeschläge sind ein wichtiger Bestandteil des Einbruchschutzes.

Die Ansichtsbreite gibt an, wie breit Blendrahmen und Flügelrahmen zusammen im geschlossenen Zustand sichtbar sind – also wie viel vom Fenster Profil ist statt Glasfläche. Schmale Ansichtsbreiten wirken moderner und lassen mehr Licht herein, sind konstruktiv aber aufwendiger, weil trotzdem genug Material für Stabilität und Dämmung im Profil untergebracht werden muss.

Die Sohlbank ist der untere, horizontale Abschluss einer Fensteröffnung im Mauerwerk, meist mit Gefälle und Tropfkante ausgeführt. Sie kann gemauert oder mit einem Blech abgedeckt sein und muss mindestens 3–5 cm über die Fassade hinausragen, damit Regenwasser sauber abtropft.

Sonnenschutzglas reduziert den Wärmeeintrag durch Sonneneinstrahlung, ohne den Lichteinfall vollständig zu blockieren. Es trägt dazu bei, Räume vor Überhitzung zu schützen und das Raumklima zu verbessern. Sonnenschutzglas wird häufig bei großen Fensterflächen eingesetzt.

Sprossen sind gestalterische Elemente, die eine Fensterfläche optisch unterteilen. Sie können aufgesetzt, im Glaszwischenraum integriert oder glasteilend ausgeführt sein. Fenstersprossen beeinflussen vor allem das Erscheinungsbild eines Fensters.

Sprossenfenster sind Fenster, bei denen die Glasfläche durch Sprossen optisch oder konstruktiv gegliedert ist. Sie werden häufig bei klassischen oder historischen Baustilen verwendet. Moderne Sprossenfenster verbinden traditionelles Design mit zeitgemäßer Wärmedämmung.

Stahlarmierung bezeichnet die verzinkten Stahleinlagen, die in den Kammern von Blendrahmen, Flügelrahmen oder auch in Statikprofilen selbst verbaut werden. Sie verhindert, dass sich der Kunststoff- oder Holzrahmen unter Windlast oder durch das Eigengewicht der Verglasung verzieht.

Die Statikkopplung ist eine Verbindung mit integrierter Stahlverstärkung oder -platte, die Kräfte etwa vom Fenstersturz zusätzlich ableitet. Sie wird bei großen Fensterfronten in Boden und Decke eingelassen und macht so breitere, statisch tragfähigere Fensterelemente möglich.

Ein Statikprofil ist ein zusätzliches Verbindungselement, das zwei einzelne Fenster- bzw. Türelemente statisch belastbar miteinander koppelt, etwa ein Fenster mit einer angrenzenden Balkontür. Anders als eine einfache Kopplung (z. B. Federkopplung) ist es für die Übertragung größerer Kräfte ausgelegt und wird oft zusätzlich in Boden und Decke eingelassen.

Ein Stulpfenster ist ein zweiflügeliges Fenster ohne festen Mittelpfosten. Beim Öffnen beider Flügel entsteht eine vollständig freie Öffnung – ideal für großes Lüften oder das Hindurchreichen sperriger Gegenstände. Der eine Flügel trägt einen sogenannten Stulp, der die Lücke zwischen den Flügeln im geschlossenen Zustand abdeckt. Stulpfenster bieten mehr Glasfläche und Licht als Pfostenfenster, sind aber in der Regel etwas teurer. Worauf Sie bei der Wahl achten sollten, erfahren Sie in unserem ausführlichen Vergleich.

T

Eine Terrassentür verbindet den Wohnraum mit dem Gartenbereich und wird wegen der meist größeren Durchgangsbreite häufig als Schiebetür oder Hebeschiebetür ausgeführt. Neben Wärmedämmung und Dichtheit spielt hier vor allem der Bedienkomfort bei großen, schweren Elementen eine Rolle.

Toleranzen bei Fenstermaßen beschreiben zulässige Maßabweichungen bei der Herstellung und Montage von Fenstern. Sie sind notwendig, um bauliche Ungenauigkeiten auszugleichen und eine fachgerechte Montage zu ermöglichen. Die Einhaltung dieser Toleranzen ist wichtig für Funktion, Dichtheit und Langlebigkeit.

U

Der Uf-Wert beschreibt den Wärmedurchgangskoeffizienten des Fensterrahmens. Er gibt an, wie viel Wärme über den Rahmen verloren geht. Ein niedriger Uf-Wert steht für eine bessere Wärmedämmung des Rahmenmaterials.

Der Ug-Wert kennzeichnet die Wärmedämmung der Verglasung eines Fensters. Er bezieht sich ausschließlich auf das Glas und nicht auf den gesamten Fensteraufbau. Je niedriger der Ug-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung der Verglasung.

Der Uw-Wert beschreibt die Wärmedämmung des gesamten Fensters, inklusive Rahmen und Verglasung. Er ist der wichtigste Kennwert zur Beurteilung der energetischen Qualität eines Fensters. Niedrige Uw-Werte tragen wesentlich zur Energieeinsparung und zum Wohnkomfort bei.

V

Verbundsicherheitsglas kurz VSG, besteht aus zwei oder mehr Glasscheiben, die durch eine reißfeste Folie miteinander verbunden sind. Bei Glasbruch bleiben die Bruchstücke an der Folie haften, wodurch das Verletzungsrisiko reduziert und ein Durchbruch erschwert wird. VSG ist eine Form von Sicherheitsglas und wird häufig für Einbruchschutz, Absturzsicherung und große Fensterflächen eingesetzt.

Vorbaurollläden werden vor dem Fenster an der Fassade montiert und sind von außen sichtbar. Sie eignen sich besonders für Nachrüstungen, da sie unabhängig vom Fenster eingebaut werden können. Vorbaurollläden verbessern Sonnen-, Sicht- und Wärmeschutz und können manuell oder elektrisch betrieben werden.
Mehr dazu in unserem Blogartikel: Aufsatzrollladen oder Vorbaurollladen – Vergleich

W

Die warme Kante ist ein thermisch optimierter Abstandhalter zwischen den Glasscheiben einer Isolierverglasung. Sie reduziert Wärmeverluste am Glasrand und verringert das Risiko von Kondensatbildung. Dadurch trägt die warme Kante zur besseren Energieeffizienz und zum Wohnkomfort bei.

Der Wärmeübergangskoeffizient U beschreibt, wie viel Wärme durch ein Bauteil verloren geht. Beim Fensterbau unterscheidet man zwischen dem Uw-Wert für das gesamte Fenster, dem Uf-Wert für den Rahmen und dem Ug-Wert für die Verglasung. Je niedriger der jeweilige U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung.

Der Wetterschenkel sitzt am unteren Rand des Fensterflügels und leitet ablaufendes Regenwasser gezielt von der Fensterbank weg, statt es unter den Rahmen laufen zu lassen. Fehlt er oder ist er beschädigt, dringt bei Schlagregen mit der Zeit Feuchtigkeit in den Anschlussbereich ein.

Die Wind- und Schlagregendichtheit beschreibt die Fähigkeit eines Fensters, auch bei starkem Wind und Regen dicht zu bleiben. Sie wird in Prüfklassen eingeteilt und gibt Auskunft über die Widerstandsfähigkeit gegenüber Witterungseinflüssen. Eine hohe Dichtheit trägt zum Schutz vor Feuchtigkeit, Zugluft und Wärmeverlusten bei.

WK-Klassen (Widerstandsklassen) waren die frühere Norm zur Einstufung der Einbruchhemmung von Fenstern und Türen und wurden 2011 europaweit durch die RC-Klassen (Resistance Class) abgelöst. Die Ablösung erfolgte aber nicht 1:1, da die neue Norm gleichzeitig strengere Prüfkriterien einführte – eine alte WK-Stufe entspricht also nicht automatisch der gleichnamigen RC-Klasse. In älteren Prüfzeugnissen oder bei Bestandsfenstern taucht die Bezeichnung noch auf, weshalb sie für den Vergleich mit heutigen RC2-Fenstern relevant bleibt.

Z

Bei Türen bezeichnet die Zarge den festen Rahmen, der in die Wandöffnung eingesetzt wird und den eigentlichen Türflügel trägt. Bei Haustüren ist sie meist deutlich massiver ausgeführt als bei Innentüren, weil sie zusätzlich Wind, Regen und Einbruchsversuchen standhalten muss.

Zubehör für Fenster umfasst zusätzliche Komponenten, die Funktion, Komfort oder Sicherheit erweitern. Dazu zählen unter anderem Fenstergriffe, Sicherheitsbeschläge, Insektenschutz oder Rollladensysteme. Solches Zubehör ermöglicht eine individuelle Anpassung des Fensters an persönliche Anforderungen und Nutzungssituationen.

Bei der Zweifachverglasung besteht das Fenster aus zwei Glasscheiben mit einem gasgefüllten Zwischenraum. Sie bietet eine solide Wärmedämmung und ist besonders bei Bestandsgebäuden und Sanierungen weit verbreitet. Im Vergleich zur Dreifachverglasung ist sie meist kostengünstiger, erreicht jedoch geringere Dämmwerte. Wann sich welche Verglasung lohnt, erklären wir im direkten Vergleich.