Die Naturo 80 HST ist die stärkere Holz-Hebeschiebetür der Reihe. Der Sprung von 68 auf 80 mm Bautiefe klingt klein, macht aber viel aus: mehr Platz für dickere Glaspakete, bessere Wärmedämmung, stabilere Flügel. Wer sich für eine Holz-HST entscheidet, will meistens genau das – natürlich, warm, wohnlich, aber auch technisch auf der Höhe der Zeit.
Konstruktiv setzt die Naturo 80 HST auf 4-Schicht-Leimholz. Vier statt drei Lamellenschichten bedeuten mehr Formstabilität. Die einzelnen Schichten werden mit wechselnder Faserrichtung verklebt, sodass sich der Flügel bei Temperatur- und Feuchteänderungen kaum verzieht. Das ist bei Elementen dieser Größe entscheidend – die Naturo 80 HST kann Flügel bis rund 3,3 m Breite und bis etwa 400 kg Gewicht bewegen. Ohne stabiles Profil wäre so etwas nicht möglich.
Beim Wärmeschutz spielt die Naturo 80 HST klar oben mit. Mit einer guten Dreifachverglasung erreicht die Tür realistisch einen Gesamt-Uw um 0,9 bis 1,1 W/m²K – gute Werte für ein Holz-System dieser Größe. Zum Vergleich: das kleinere Schwestermodell Naturo 68 HST liegt bei rund 1,1–1,3. Der Aufpreis der 80er ist damit klar begründet.
Beim Verglasungsbereich zeigt sich der 80-mm-Flügel besonders vorteilhaft: bis ca. 48 mm Glasstärke sind möglich. Das heißt: starke 3-fach-Aufbauten (4/16/4/16/4 oder ähnlich), dicke Schallschutzgläser oder Sicherheitsgläser lassen sich einbauen. Wer an einer Straße oder in ruhebedürftiger Lage wohnt, kombiniert das System mit Schallschutzglas und bekommt spürbare Ruhe – ein separater dB-Wert wird nicht angegeben, in der Praxis kommt es aufs Glas an.
Beim Einbruchschutz lässt sich die Naturo 80 HST auf RC2 ausstatten. Mit passenden Sicherheitsbeschlägen und Sicherheitsverglasung wird die große Glasfläche zum kalkulierbaren Sicherheitsbauteil. Die stabile 4-Schicht-Konstruktion des Flügels bietet dafür die richtige Basis – ein Flügel, der sich nicht verzieht, lässt sich auch nicht einfach aufhebeln.
Praktisch ist die niedrige Bodenschwelle: ab 24 mm ist sie ausführbar, thermisch getrennt, mit flachem Übergang. Das merkt man im Alltag sofort – mit vollen Händen, mit Kinderwagen, mit Rollator geht der Weg nach draußen ohne Absatz.
Eine Besonderheit der Naturo 80 HST ist die Wahl zwischen zwei Profilvarianten. Die Classic-Line ist das reine Holzsystem: die volle Holzoberfläche außen und innen, mit vier Lackschichten geschützt, in Lasuren mit sichtbarer Maserung oder deckenden RAL-Farben. Die Gemini-Ausführung ergänzt das Holzprofil außen um eine Aluminium-Vorsatzschale. So bekommt man außen die pflegeleichte, farbstabile Alu-Optik (auf Wunsch in fast jeder RAL-Farbe), innen die warme Holzoberfläche mit den bekannten Vorteilen. Ideal, wenn die Fassade modern und pflegearm sein soll, der Wohnraum aber Holzcharakter behalten soll.
Als Holzarten stehen Kiefer, Fichte, Meranti und Eiche zur Wahl. Kiefer und Fichte sind die klassischen Nadelhölzer, warm im Ton. Meranti ist ein Tropenholz mit rötlichem Ton und hoher Härte. Eiche ist die robusteste Wahl – dicht, hart, sehr langlebig. Farblich lassen sich alle Holzarten lasieren (Maserung bleibt sichtbar) oder deckend in RAL-Farben streichen.
Nachhaltigkeit ist bei einem Holzsystem systemischer Vorteil: nachwachsender Rohstoff, positive CO2-Bilanz, Ende der Nutzungsdauer recyclingfähig. Das Holz stammt aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern. Bei einer Tür, die 30 Jahre und länger im Haus steht, ist das ein Argument.
Unterm Strich ist die Naturo 80 HST die richtige Wahl für alle, die eine Holz-Hebeschiebetür mit guter Wärmedämmung, größeren Elementen und optional Alu-Optik außen suchen. Wer eine schlankere und günstigere Alternative möchte, findet bei den weiteren Holz-Schiebetüren mit der Naturo 68 HST das Einstiegssystem.